Samstag, 22. Juni 2013

Kathryn Littlewood: Die Glücksbäckerei (KJB 2013)

Alle Probleme in der Kleinstadt Calamity Falls können durch eines behoben werden: Gebäck aus der Bäckerei der Familie Glyck. Ob Liebesmuffins, ein Rezept für vom Blitz Getroffene oder etwas gegen die Grippe, die Eltern von Rose Glyck wissen auf alles einen Rat und halten so, von den gewöhnlichen Stadtbürgern unbemerkt, die ganze Stadt am laufen. Doch dann werden sie in eine andere Stadt gerufen, um dort zu helfen, und lassen Rose, ihre Geschwister Basil und Thymo und ihre kleine Schwester Nella mit einer Aufpasserin und einem Hilfsbäcker alleine. Doch die Kinder dürfen nicht mit dem Zauberbackbuch backen, sondern nur mit einem normalen Backbuch. Kaum sind die Eltern allerdings abgefahren, taucht schon Tante Lily auf, die sie noch nie zuvor in ihrem Leben gesehen haben. Sie kann auch sehr gut backen, weiß allerdings nichts von dem Geheimbackbuch (das behauptet sie jedenfalls). Aus Spaß versuchen die Kinder, Liebesmuffins zu backen, doch dies hat verheerende Folgen. Plötzlich wird Thymo von Horden kreischender Mädchen verfolgt, der Froschliebhaber klettert auf einen Turm und macht der Lehrerin einen Heiratsantrag und und und. Der Versuch, die Sache zu beheben, macht es auch nicht besser, denn nun heißt Rose auf einmal Esor....
Wie gut, dass Tante Lily da ist, denn sie weiß für jedes Problem eine Lösung, oder?

Einschätzung: Ein wirklich süßes, gute Laune machendes Buch, dass den Leser wünschen lässt, dass es tatsächlich eine solche Bäckerei gäbe und dass man jedes Problem (technisch, gesundheitlich...) mit ein bisschen Gebäck lösen könnte.Eine gute Geschichte für jüngere Kinder zum vorlesen, jedoch auch für ältere, wenn es einem einmal richtig schlecht geht und man etwas Aufmunterung braucht. Und eine schöne Message hat es obendrein. (JB11)

Edeet Ravel: Du liebst mich nicht (cbt 2013)

Text-Inhalt: Chloe, eine junge Amerikanerin, ist mit einer Freundin in Griechenland, um dort ehrenamtlich zu arbeiten. Als diese Arbeitszeit herum ist, beschließt sie, noch ein paar Kulturdenkmäler anzusehen-ohne ihre Freundin Angie, denn mit der hat sie sich gestritten. Als sie dann alleine am Straßenrand sitzt, wird sie in ein Auto gezerrt und entführt. Der Zweck: Sie soll als Drohmittel herhalten, weil die Entführer glauben, dass eine Gruppe Verdächtiger, die in den USA einsitzt, falsch verurteilt wurde. Die Entführer wollen versuchen, diese Leute damit zu befreien. Doch das ist nur Nebensache. Für Chloe folgt eine ziemlich einsame Zeit, wo sie nicht nur psychischen, sondern auch physischen Qualen ausgesetzt ist.Aber sie auch jemand, der sich manchmal um sie kümmert. In diesen jemand verliebt sie sich, denn er ist freundlich zu ihr, will sie beschützen und verbringt auch Zeit mit ihr. Doch diese Liebe darf nicht sein, denn ist Chloe einmal frei, so können die beiden sich natürlich nie wiedersehen. Er ist einer der Entführer.

Einschätzung:  Das Buch hat mir gefallen, allerdings finde ich es nicht so spannend, wie man es vielleicht von einem Geiseldramabuch erwarten könnte. Die Gefühle von Chloe werden allerdings sehr gut geschildert und auch die Umgebung ist gut beschrieben, sodass man sich alles gut vorstellen kann. Ich finde es gut, dass es immer wieder andere Berichte gab, in denen man dann lesen konnte, wie es Chloes Familie geht und was sie alles probieren, um Chloe zurückzubekommen. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass ich mir vorher eigentlich nie vorstellen konnte, wie das Stockholm-Syndrom zustande kommt. Dank dem Buch konnte ich es nachvollziehen, wie hart es ist, wenn man ganz allein ist und wie gut es ist, dass dann von Zeit zu Zeit jemand Nettes da ist. Es hat mir gut gefallen, dass das Buch einen Bogen geschlagen hat (Anfang und Ende sind in der gleichen Zeitspanne), denn dadurch ist die Geschichte schön rund. Allerdings finde ich es schlimm, dass der Geheimdienst Chloe nur auf das Stockholm-Syndrom reduziert hat und ihr sogar das Tagebuch weggenommen hat. Das Ende fand ich leider nicht so gut.
Ein durchaus lesenswertes Buch, zu empfehlen für Leser ab 12 Jahren (JB11)

Schlagwörter: Entführung, Liebe, Stockholm-Syndrom

Sonntag, 16. Juni 2013

Christiane Radeke: Herz Schlag Zeit (Thienemann 2013)

1)Dreiecksgeschichten sind immer schwierig. Ob es sich nun um Freundschaften oder Liebesbeziehungen handelt. Man weiß das. Und dennoch wünscht man den drei Hauptakteren in dieser Geschichte, dass sie es packen. Für jeden von ihnen ist die Beziehung viel wert und hilft zum Leben. Aber sie ist großen Gefährdungen ausgesetzt.
Tessa lebt mit ihrer Mutter allein, was eigentlich ganz gut geht. Aber sie traut sich wenig zu und möchte am liebsten nie gesehen werden, sie ist still, schüchtern, dunkelhaarig, klein, und zierlich. Ihre griechische Freundin Maria ist das genaue Gegenteil, sie ist reich und schön und es mangelt ihr keineswegs an Selbstbewusstsein. Die auffallende blonde Schönheit kann es sich leisten, vorlaut und impulsiv einiges zu riskieren, auch in der Schule. Und dann ist da noch Marek. Das Rätsel. Aber er schließt sich den beiden besten Freundinnen ungefragt an. Und so ziehen die 17-jährigen Gymnasiasten durch Berlin, regeln Schule und Freizeit zu dritt, amüsieren sich und probieren die Grenze zu verbotenem aus.  Dann passiert etwas. Maria muss mit ihren Eltern nach Athen zurückziehen. Aber da ist noch etwas –
Mir hat das Buch gut gefallen. Man erfährt die Ereignisse auf dreierlei Weise: Tessas Tagebuch über die Ereignisse im Hier und Jetzt, durch das man auch ihre Sehnsucht nach Maria wahrnimmt, Tessas Erinnerungen an das vergangene Jahr und viele Chat-Protokolle zwischen Maria und Tessa, aus denen man so ganz allmählich die ganze Geschichte erfährt. Die Freundschaft der drei wird auf eine wirklich harte Probe gestellt. Und das, ohne dass etwas Spektakuläres passiert. Die lebensnahe Schilderung macht den Reiz des Buches aus. Ja, so könnte es gewesen sein, jeder kennt sowas. Aber nimmt es vielleicht nicht so einfühlsam wahr. Lesenswert. (UP13).


2)Ein Buch über Freundschaft und Liebe, sowie deren Auswirkungen auf das ganze Leben – „Herz Schlag Zeit“ von Christiane Radeke.

Text-Inhalt: Tess und Maria waren vom ersten Tag an beste Freunde. Seit diesem Augenblick hatten die beiden auch einen stillen Beobachter. (Besser gesagt Maria hatte einen heimlichen Verehrer, in den Tess schon Jahre bevor Maria kam verknallt war). Dies weiß Maria auch, aber Tess weiß nicht, dass Maria ebenfalls in Marek verliebt ist.
Am Anfang des Buches muss Maria mit ihren Eltern nach Griechenland umziehen.
Während Maria in Griechenland ist, kommt es zwischen Marek und Tess zum nächsten Schritt und nun erfährt Tess auch von Marias Liebe zu Marek.  Dann muss Marek aber ins Krankenhaus und Maria gibt Tess die Schuld daran.

Einschätzung: Auch wenn dieses Buch einzigartig geschrieben ist, hat es mir nicht gefallen. Denn die Geschichte ist zu flach und streckt sich dazu noch zu stark in die Länge. Es passiert so gut wie nie etwas Aufregendes!
Trotzdem ist die Abwechslung zwischen den E-Mails von Tess und Maria zur jeweils anderen, Chats und Telefonaten zwischen den beiden, Ausschnitten aus Tess‘ Tagebuch und Rückblenden zur gemeinsamen Vergangenheit einmalig wenn auch manchmal ein bisschen verwirrend.(TH9)


Stichwörter: Freundschaft, Liebe, Berlin, Großstadt, Griechenland, Athen, Kindheit

Samstag, 15. Juni 2013

Daniel Blythe: Wispernde Schatten( Chickenhouse 2013)

Das Buch "Wispernde Schatten" von Daniel Blythe erzählt die mysteriöse Geschichte eines Mädchens, welches mit ihrer Mutter umzieht und an dem neuen Ort gegen Dämonen, Geister und ähnliches kämpfen muss.

Text-Inhalt: Miranda hat schon ziemlich lange Albträume und diese Albträume scheinen ihr die Zukunft zu verraten. Aber Miranda glaubt nicht an ihre Träume. Als Miranda mit ihre Mutter und ihrem Bruder Trüffel nach Firecroft Bay umzieht muss sie bald einsehen, dass sie hellseherische Fähigkeiten besitzt und dass sie nicht die einzige ist, die diese Fähigkeiten hat. Zusammen mit ihren neuen Freunden, die zu einem großen, geheimen Netzwerk gehören, muss sie nun einen Dämon namens Animus jagen. Viele der Hinweise deuten jedoch auf ihre neue beste Freundin Jade hin. . .

Einschätzung: Ein spannendes Buch, welches einem eine neue, wenn auch sehr fantasiereiche Sicht auf die Welt eröffnet. Ich empfehle es für alle ab 10. (TH9)

Bev Katz Rosenbaum: Jeder Wunsch ein Kuss ( Sauerländer 2013)

Text-Inhalt: Jana ist ein Flaschengeist aus dem Land Kadabra. Sie steht kurz davor ihre Ausbildung als Wunschdschinn zu beenden. Doch ihr letzter "Meister", Adam, ist "verdammt heiß" und Jana verliebt sich mit Haut und Haaren in ihn. Doch Adam wünscht sich nichts sehnlicheres als Riley, die Schulschönheit, zu erobern. Soll Jana seinen Wunsch erfüllen oder soll sie die Spielregeln ein bisschen manipulieren ,um selbst ein Date mit Adam zu haben...

Einschätzung: Eine witzige, spritzige und romantische Geschichte. Man kann sich wunderbar in die Geschichte hineinversetzen und es fühlt sich so an, als würde man direkt neben den Figuren stehen und alles live miterleben. Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen und kann es nur weiterempfehlen!(AB7)

Dienstag, 11. Juni 2013

Nicole C. Vosseler: In dieser ganz besonderen Nacht (cbj 2013)

1)Text-Inhalt: Nach dem Krebstod ihrer Mutter muss Amber zu ihrem Vater Ted von einer Deutschen Kleinstadt in die Metropole San Francisco ziehen, obwohl sie das eigentlich nicht will. So muss sie nicht nur mit dem Tod der Mutter fertig werden, sondern auch mit dem Verlust ihrer Freundinnen und der neuen Umgebung. Doch selbst dann ist es seltsam, wenn man komische Leute sieht, oder? Das denkt sich Amber, nachdem sie einen Typ in der Schule gesehen hat, den sonst keiner sieht. Und nachdem sie in San Francisco in einem alten Haus einen Jungen getroffen hat, den sie toll fand, durch den sie aber aus versehen durchgefasst hat. Glücklicherweise gibt es noch andere, die die Geister sehen können und so findet Amber bald Freunde. Die versuchen auch, sie vor der Gefahr zu bewahren, die ihr droht, wenn sie sich weiterhin auf den Jungen aus dem Haus, Nathaniel, einlässt. Denn die Geister sind meist zu einem Grund auf der Erde. Sie haben etwas Schlimmes getan und können erst sterben, wenn sie das, was sie getan haben, auch wirklich bereuen. Doch Amber stört das nicht, denn Nathaniel ist der wundervollste Junge, den sie kennt, und er hilft ihr wenigstens ein wenig, mit dem Tod ihrer Mutter fertig zu werden. Doch was die beiden dann für einen Plan aushecken und ob aus Ted noch ein Dad wird, das erfahrt ihr, wenn ihr das Buch lest.

Einschätzung: Das Buch hat mehr sehr gut gefallen, es ist sehr romantisch und auch wirklich traurig. Zum einen der Tod der Mutter, zum anderen der Streit um das Sorgerecht und wie wahr der Spruch "Aus den Augen, aus dem Sinn" wirklich ist. Andererseits gibt es auch manche Lustige Stellen und schöne Momente, zum Beispiel wenn man sieht, wie sich Amber und ihr Vater näher kommen oder auch, wenn sie Freunde findet und Spaß hat. Und natürlich die Stadt San Francisco-wenn man da gewesen ist, dann kann man sich das alles noch viel besser vorstellen. Ein wirklich schönes Buch. (JB11)

2)Text-Inhalt:  "In dieser ganz besonderen Nacht" von Nicole C. Vosseler ist ein Liebesroman mit einem geisterhaf­ten Aspekt.

Nach dem Tod ihrer Mutter zieht Amber zu ihrem Vater nach San Francisco. Sie braucht zwar etwas Zeit um sich einzugewöhnen aber nachdem sie Nathaniel trifft und sich in ihn verliebt ist das kein Problem mehr. Aber dann findet sie heraus, dass Nathaniel ein Geist ist. Mit der Zeit findet sie weitere Freunde, die auch Geister sehen können.

Einschätzung: Nachdem man sich durch die ersten 200 Seiten durch gequält hat wird das Buch langsam besser. Allerdings fand ich es insgesamt ziemlich langweilig und nicht unbedingt lesenswert.(TH10)

3)Text-Inhalt: Kaum ist ihre Mutter gestorben, muss Amber auch schon zu ihrem Vater ziehen. Na ganz toll. Neue Schule. Neue Umgebung. Keine Freunde und Verwandte. Wie soll man das bitte schön überleben?! Doch als sie eines Abends überfallen wird und in ein leer stehendes Gebäude flüchtet, ändert sich alles. Wie Motten vom Licht angezogen werden, so wird Amber immer und immer wieder zu diesem Haus gelockt. Der Grund dafür ist ganz einfach, Nathaniel. Denn Amber kann Geister sehen. Ja, klingt etwas verrückt, wie Amber am Anfang auch findet, aber schon bald ist sie Hals über Kopf in Nathaniel verliebt. Problem? Sie kann ihn nicht anfassen, er sie auch nicht. Außer reden ist da eigentlich nichts was sie so wirklich tun können und immer mehr bezweifelt Nathaniel, gut genug für Amber zu sein. Mit gutem Recht. Denn in Ambers Clique, in der alle ebenfalls Geister sehen können (Abgesehen von Holly) ist Schulschwarm Shane Diggs, zu dem Amber langsam eine Beziehung aufbaut. Doch als Nathaniel ihr erzählt, das er in der Halloween Nacht ‚lebendig‘ wird scheint ihre Beziehung gerettet zu sein. Wer hätte denn auch ahnen können, dass es nach dieser einen ganz besonderen Nacht, noch schlimmer wird als je zuvor?



Einschätzung: Ich hasse und liebe dieses Buch zugleich. Erstmal auf so eine Idee zu kommen, Respekt! Dennoch finde ich einiges unverständlich und ein wenig komisch. Und vom Ende will ich gar nicht erst anfangen. Aber abgesehen davon hat es mir wirklich gut gefallen (AM8)


Montag, 10. Juni 2013

Kate Harrison: Soul Beach (Loewe 2013)

Text-Inhalt: Das Buch ist eine Fantasiegeschichte. In  "Soul Beach" von Kate Harrison geht es um ein Mädchen, Alice, deren Schwester Megan ermordet wird.Am Tag ihrer Beerdigung erhält sie eine E-Mail  ihrer verstorbenen Schwester.
Am Anfang ignoriert sie die E-Mail noch, aber dann kommen immer mehr und schließlich kommt eine Einladung zu "Soul Beach". Als sie die anklickt, befindet sie sich auf einmal an einem Strand.Dort ist niemand aber sie hört Stimmen und die Wellen. Mehrere Male geht sie dorthin bis sie ihre Schwester trifft. Sie sieht noch genau so aus wie vor ihrem Tod. Ihre Schwester stellt ihr ihre Freunde vor und dann sieht sie viele Jugendliche. Von dem Tag an geht sie mehrmals am Tag zu Soul Beach. Megan weiß nicht warum sie dort ist und sie kann auch nicht weg von dort.
Alice hat viele Fragen, aber wem kann sie die stellen? Ihre Eltern streiten sich und ihre Schwester ist ja tot. Auch wenn sie Megan noch besuchen kann,  ist sie trotzdem tot. Am Ende verliebt sie sich in einen Toten...

Einschätzung; Das Buch hat mich fasziniert aber an manchen Stellen war es auch sehr traurig! Es war immer spannend, sodass ich es in 3-4 Tagen durchgelesen hatte. Es hat 351 Seiten und ist ohne Illustrationen.
An einigen Stellen fand ich das Buch etwas verwirrend. Nach meiner Meinung fehlen ein paar wichtige Informationen, wie z.B. wer Megans Mörder ist und warum sie ermordet wurde. Ich  denke, da es auch von einer Liebesgeschichte handelt, ist es eher für Mädchen geeignet (ab ca. 12 Jahren). Weiterempfehlen würde ich es dennoch, weil es, wie ich schon geschrieben habe, sehr spannend ist und es sich gut  lesen ließ. Es spielt in einer virtuellen Welt, was vielleicht nicht jedem liegt, weil vieles unwirklich erscheint.(LE5)