Sonntag, 8. Dezember 2013

Jenna Miscavige Hill: Mein geheimes Leben bei Scientology und meine dramatische Flucht (btb 2013)

1)Text-Inhalt: Jenna Miscavige Hill ist die Nichte des Scientology-Führers Davis Miscavige. Die 1984 geborene Autorin wuchs als Scientologin auf, verließ diese fragenaufwerfende Organisation 2005. Hier wird nicht nur das große Ganze, sondern   auch die verstörenden, kleinen Details, die seltsam anmuten, enthüllt. Sie gibt einen Einblick in ihre Erfahrungen als Mitglied des Machtzentrums von Scientology, der Sea Organisation. Die tiefsten Überzeugungen, Rituale und Geheimnisse einer Sekte, die schon Hollywoodstars wie Tom Cruise und John Travolta in ihren Bann zog, werden offen gelegt. Zum Beispiel auch, wie die Autorin von ihrer Familie abgeschirmt wurde und über ihre mutige Entscheidung mit Scientology endgültig abzuschließen.

Einschätzung: Es ist eigentlich ein schönes Buch, aber auch ziemlich krass, mit Strafen und Überzeugungen bei denen ich erstmal schlucken musste. Das Kinder wie Erwachsene behandelt werden wollen, kennt, glaube ich, jeder. In Scientology ist das Wirklichkeit, da müssen kleine Kinder schwerste körperliche und seelische Arbeiten leisten, die genauer betrachtet keinen Sinn ergeben. Trotzdem ist es interessant einmal mitzubekommen, wie Scientology funktioniert.
Es muss aber auch gesagt werden, dass das Buch sich auf Amerika bezieht und nicht auf Deutschland. Meine Empfehlung: ab 14 Jahren. (CJN8)

2) Eine gutverständliche und spannende Autobiographie von Jenna Miscavige Hill, der Nichte des Scientology-Führers - „Mein geheimes Leben bei Scientology und meine dramatische Fluch“.

Seit den ersten Tagen an die sie sich erinnern kann waren Jennas Eltern Scientologen, zuerst öffentliche Scientologen, doch bald entschlossen sie sich zur Sea-Org zu gehen. Von nun an sah Jenna ihre Eltern nur noch einmal wöchentlich und war den Rest der Zeit in einer Kindertagesstätte von Scientology.
Als sie alt genug ist, wird sie auf die Ranch gebracht, ein Sea-Org-Quartier für Kinder, wo sie ihr großer Bruder Justin bereits erwartet. Hier müssen sie den halben Tag hart arbeiten, dann für die Schule arbeiten und Abends noch Scientology studieren. Außerdem hat jeder noch zusätzliche Aufgaben.
Nach Jahren dieses Boot-Camps hat sie das erste Mal genug von den ständigen Auditings, deren Abwandlungen, der harten Arbeit, den Kursen und der ständigen Bestrafung, sodass sie mit einer Freundin versucht zu den Wogs, den Menschen die nicht bei Scientology sind, zu fliehen.

Irgendwann hat sie dieses Programm mit Hilfe ihrer Mutter abgeschlossen und kommt auf seltsamen Weg in die CMO (The Commodore’s Messenger Organization). Doch mit der Zeit kommt sie immer weniger klar und muss ständig Strafdienste und Security-Checks leisten, vielleicht auch weil ihre Mutter eine Affäre hat und ihr Bruder aus Scientology austritt. Aber sie will dort bleiben. . .

Ein Buch bei dem man kaum glauben kann, dass es wahr ist und gerade deswegen, da man aber weiß, dass doch wahr ist, ist es so erschütternd. Dies ist der Grund, warum ich dieses gut geschriebene Buch, für jeden ab 15 Jahren empfehle. (TH10)

 



Mittwoch, 4. Dezember 2013

Heike Schwandt: Ohne mich kannst du nicht leben (Loewe 2013)

Text-Inhalt: Luisa ist ein normales Mädchen mit einem ganz normalen Leben. Nur einer denkt nicht so. Einer denkt, sie ist etwas ganz besonderes. Ein Engel! SEIN Engel... 
Auf einmal bekommt Luisa seltsame Briefe. Am Anfang findet sie es noch süß, doch als dann auch noch Fotos von ihr dabei sind, bekommt sie Angst. Angst um ihr Leben, denn sie merkt, dass diese Liebe wirklich krank ist. Und diese Angst sollte sie auch haben...

Einschätzung: Ich finde diesen Thriller einfach unbeschreiblich gut! Das ist kein Buch, wo man nach der 6. Seite schon das Ende erfährt. Nein, es ist ein Buch voller Überraschungen und Spannung bis zur letzten Seite.
Ich kann das Buch wirklich allen empfehlen! (AB8)

Donnerstag, 28. November 2013

Thomas Feibel: Like Me (Carlsen 2013)

1) Text-Inhalt: Karo(tte) hat sich eigentlich nicht sonderlich für Technik und das Internet interessiert. Bis jetzt. Denn die Neue, Jana, sieht nicht nur supercool aus, sie hat auch den Dreh mit den Sozialen Netzwerken voll raus. Sie ist die beliebteste der ganzen Schule im Social-Network ON, postet die besten Bilder und ist immer up-to-date. Natürlich hat sie dafür auch die Vorraussetzungen, denn ihre Eltern sind sehr reich und fast nie da. So kann Jana eigentlich machen was sie will. Und natürlich hat sie auch ein I-phone, mit dem sie alles aufnehmen kann, was lustig ist, um Beachtung bei ihren ON-Freunden zu finden. Auch Karo schließt sich dem ON-Netzwerk an, doch es ist Jana, die natürlich als Allererste von dem neuen ON-Projekt erfährt. Es soll eine Webshow mit dem Namen ON-SHOW geben. Moderator wird der beliebteste der ganzen Community. Für Jana ist klar, dass sie die Moderatorin wird. Doch auch Karo und ihr Freund Eddi sind von dem ON-SHOW Fieber angesteckt und wollen unbedingt Moderatoren werden. Frei nach dem Motto: "Post the most" teilen und posten die drei nun alles, was ihnen vor die Flinte beziehungsweise hier vor die Kameralinse kommt. Doch während sich bei Karo manchmal Skrupel melden, geht Jana immer weiter und weiter. Bis sie schließlich zu weit gehen...

Einschätzung: Ich habe das Buch gelesen, weil die Leseprobe mich neugierig gemacht hat. Leider bin ich ein bisschen enttäuscht, denn ich hatte mir irgendwie ein Zukunfts-Buch erwartet, also eines von diesen Büchern, die unter vollkommen anderen technischen und gesellschaftlichen Vorraussetzungen in der Zukunft spielen. So ist es also mal wieder ein Buch über die Gefahren der Sozialen Netzwerke geworden. Ich will nicht abstreiten, dass es wichtig ist, Jugendliche darüber aufzuklären, aber mich hat das Buch ein bisschen gelangweilt, weil ich die ganze Zeit das Gefühl hatte, das alles schon zu kennen. Die Geschichten und Dinge, die sich die Drei einfallen lassen, machen es zwar ein bisschen interessanter, aber nicht unbedingt spannender. Auch die Geschichte mit Jana kam nicht überraschend, es war zu vorhersehbar. Ich bin auch schon etwas älter als die Protagonistin und deshalb fiel es mir wahrscheinlich auch schwerer, mich in die Geschichte hineinzuversetzen. Vielleicht geht es Jüngeren ja anders. (JB11)


2) Text-Inhalt: So jemanden wie Jana hat Karo noch nie gesehen. Sie ist beliebt, hübsch und eine von diesen, die ständig mit ihrem Smartphone durch die Gegend rennen. Sie hat in dem sozialen Netzwerk „ON!“ so viele Freunde wie kein anderer aus der Schule. Und sie ist drauf und dran Moderatorin der ONSHOW! zu werden. Doch das Durchschnittsmädchen Karo will ihr den Sieg nicht so einfach schenken. Sie meldet sich auch auf „ON!“ an und versucht mit aufdringlichen Profilbildern, peinlichen Videos und ständigen Posts die fehlenden ON-Punkte zu ergattern. Als Jana aber dann auf einer Lehrerparty ihre Egotour durchzieht, bedeutet das für beide nichts Gutes und kostet sie nicht nur Ärger mit den Lehrern, Zoff mit den Eltern und den Verlust eines Freundes.


Meine Meinung: Spannend geschrieben und es bezieht sich auf ein aktuelles Thema. Man wird an jede Seite gefesselt und das Ende ist nicht so, wie man es erwartet. Ich empfehle dieses Buch für Mädchen von 11-15 Jahren. (KB6)

Dienstag, 26. November 2013

Kerstin Gier: Silber (FJB 2013)

1) Text-Inhalt: Wieder einmal mussten die fünfzehnjährige Liv und ihre Schwester umziehen, doch diesmal soll alles besser werden. Sie sollen nicht in eine anonyme Stadtwohnung, sondern mit ihrer Mutter zusammen in ein kleines Cottage in England ziehen. Liv träumt von Ruhe und einem stabilen Leben ohne dieses ganze hektische Umgeziehe, doch kaum am Flughafen angekommen lösen sich ihre Träume schon in Luft auf: Das Cottage ist angeblich unbewohnbar, ihre Mutter hat deswegen eine Wohnung in der Stadt angemietet und möchte eigentlich viel lieber zu ihrem Freund ziehen. Der hat aber schon zwei Kinder und auch die sind alles andere als begeistert davon. Dumm nur, dass der Bruder, Grayson, in Livs Traum auftaucht. Eigentlich ein ziemlich realistischer Traum, denn sie kann alles bestimmen und sieht, wie Grayson und noch andere Jungen auf einem Friedhof ein magisches Ritual abhalten. Und am nächsten Tag erinnert sie sich an Sachen über die Jungen, die sie noch nie zuvor gesehen hat. Dinge, die wahr sind. Was also hat es mit Livs Träumen auf sich, und wird sie es schaffen, den Jungen, den sie liebt, vor dem Bösen zu schützen?

Einschätzung: Nach der Edelstein-Trilogie jetzt das neue Buch von Kerstin Gier. Erst einmal ein Lob für das Cover, es hat mir sehr gut gefallen und ergibt auch einen Sinn, wenn man das Buch gelesen hat. Die Figuren sind sehr unterschiedlich und doch vielschichtig und passen alle sehr gut zusammen. Auch die Idee finde ich gut, wenn auch manches nicht wirklich überraschend ist. Ein sehr gutes Ende, das ich natürlich nicht verraten werde, hat es auch noch. Nur ein klein wenig mehr Witz hätte gefehlt. Ich habe andere Bücher von Kerstin Gier gelesen und das Komische ein bisschen vermisst. Trotzdem ein Lesetipp Mädchen ab 13/14 Jahren. (JB12)

2) Mal spannend, mal süß, mal lustig, mal traurig - der erste Teil der neuen Reihe von Kerstin Gier, „Silber - Das erste Buch der Träume“.

Text-Inhalt: Olivia, ihre Schwester Mia und ihre Mum sind schon oft umgezogen, nun hat ihre Mum endlich ihren Traumjob bekommen und will nun in ein kleines Cottage nahe Oxford ziehen. Doch als die Mädchen von ihren Ferien in der Schweiz kommen, eröffnet sie ihnen, dass aus dem Cottage nichts wird und sie einen neuen Freund hat.
In der Nacht nachdem Olivia ihre neue Familie kennen gelernt hat, träumt sie von ihrem neuen Stiefbruder und seinen Freunden und sieht, wie diese ein seltsames Ritual ausführen. Dabei lernt sie auch Informationen, die sie eigentlich gar nicht kennen kann, die aber wahr sind.

Einschätzung: Ein schönes Buch, das die Höhen und Tiefen eines Lebens sehr eindrucksvoll darstellt. Ich empfehle es ab 12 Jahren.(TH10)

Sonntag, 17. November 2013

Bart Moeyaert: Wer ist hier der Chef? (Hanser 2011)

Text-Inhalt: Dieses Buch handelt von einer Katze die immer „neue“ Aufgaben hat. Erstmal (nur zum Beispiel) sitzt sie mit einer Eule auf einem Ast, was eigentlich nicht schlimm ist, aber trotzdem stört es die Katze. Es kommt immer wieder zu kleineren Streitereien zwischen der Katze und anderen Tieren und die Katze überlegt, was wohl die anderen Tiere denken und fühlen könnten. Nur um die Menschen geht es hier nicht.  

Einschätzung: Das Buch ist zwar gut gestaltet und gemacht, ich finde allerdings, dass es nicht, wie 3sat es sagt,  für "Philosophen jeden Alters" gemacht ist. (SF8)

Dienstag, 12. November 2013

Angela Mohr: Vergiss nicht, dass du tot bist (Arena 2013)

Text-Inhalt: Endlich hat Sabina ein neues Herz bekommen und damit eine Chance weiter zu leben. Nun erst kann sie machen, was alle anderen Teenager auch machen können. Feiern, wieder in die Schule gehen, Sport machen, Tanzen. Sie ist glücklich darüber. Doch etwas ist merkwürdig. früher mochte sie gerne Himbeertorte und jetzt isst sie nur noch Schokokuchen. Und sie hat angefangen, sich nachts zu beißen. Warum sie das macht, weiß sie nicht, es passiert einfach so. Als ihr Körper das Herz dann abstößt, passiert etwas seltsames: Sie könnte schwören, dass bei  ihr im Krankenhaus mitten in der Nacht noch jemand war. Und die Ärzte sagen, dass ihr Infusionsschlauch in der Nacht herausgerutscht sein muss. Sabina merkt: Hier stimmt etwas nicht und jemand verfolgt sie. Hat das vielleicht etwas mit Adrian zu tun, dem geheimnisvollen Jungen, den sie auf dem Bahnhof kennengelernt hat? Oder doch eher mit David?

Einschätzung: Ein sehr spannender Thriller über Organspende, den Umgang mit dem eigenen Sterben sowie Schuldgefühlen. Das Ende ist zwar nicht voraussehbar, aber dennoch nicht wirklich überraschend. Trotzdem ist es sehr spannend und fesselnd geschrieben und die Autorin beschäftigt den Leser auch mit der Frage, ob Organspende wirklich ethisch richtig ist oder doch einfach nur Mord. Um die erste Liebe geht es zwar auch, aber nur am Rande. Viel wichtiger ist hier der Überlebensdurst eines jungen Mädchens, dass nicht aufgibt, obwohl die Chancen schlecht stehen. Absolut zu empfehlen ab 14 Jahren (JB12)

Sonntag, 10. November 2013

Arne Svingen: Mit eigenen Augen (Sauerländer 2013)

1) Text-Inhalt: Jim ist auf dem Weg, ein richtiger Popstar zu werden. Er gibt Konzerte überall in Europa und immer sind die Hallen voll, liegen ihm die Mädchen zu Füßen. Doch das alles kostet ihn auch ganz viel Kraft, und er versucht, die Leere, die sich in seinem Leben breit macht, zu betäuben. Dann nimmt ein Mädchen als es bei ihm ist allerdings eine Überdosis, und Jim zieht sich zurück, um erst einmal mit der ganzen Sache fertig zu werden. Am Strand trifft er dann ein Mädchen, dass ihn nicht erkennt und auch kein Autogramm von ihm möchte. Sie heißt Lise und ist blind. Die beiden verstehen sich mit der Zeit sehr gut, aber Jim hat Lise immer noch nicht gesagt, dass er ein berühmter Sänger ist. Und seine Fans warten schon, er muss wieder auftreten, um seine Karriere nicht zu gefährden. Was wird passieren, wenn Lise herausfindet, dass er, der einfache Junge Jim, eigentlich ein berühmter Sänger ist?

Einschätzung: ein Buch über die Wichtigkeit, anderen die Wahrheit zu sagen, aber auch das zu tun, was man liebt. Die Geschichte an sich ist nicht neu, allerdings verleiht die blinde Lise ihr Tiefe und sorgt dafür, dass sowohl Jim als auch der Leser einen neuen Blick auf die Welt bekommen. Leider hat mir das Buch nicht gefallen, denn ich finde, dass die Gesichter der Figuren zu hart gezeichnet sind und die manchmal hervorkommenden abstrakten Figuren sind auhc mehr störend als dass sie mich zum Denken angeregt hätten. Einige Zeichnungen sind definitiv nicht für Kinder geeignet und es hat mich auch gestört, dass die Textverteilung immer so ungleich war; manchmal waren es nur Satzfetzen, dann wieder eine ganze Seite Text.
Insgesamt ist zu sagen, dass ich dieses Buch nicht gerne gelesen habe und auch nicht weiterempfehlen würde. (JB12)


2)Das Bilderbuch „Mit eigenen Augen“ von Arne Svingen und Christoffer Grav erzählt die Geschichte einer großen Liebe.

Text-Inhalt: Ein populärer Musiker, dem sein Leben zu trostlos, zu langweilig und zu gestellt ist. Als  am Strand ein hübsches Mädchen an ihm vorbeiläuft, ohne ihn um ein Autogramm zu bitten, fragt er sie nach einem Date, jedoch unter einem falschen Namen. Als sie doch erfährt, wer er ist, ist sie sauer und verlässt ihn. Doch auch sie hat nicht in allen Punkten die Wahrheit gesagt.

Einschätzung: Ein Bilderbuch für Ältere. Ich empfehle es ab 14 Jahren. (TH10)