Samstag, 21. September 2013

Maggie Stiefvater: Wen der Rabe ruft ( script 5 2013)

In Maggie Stiefvaters Fantasy-Roman „Wen der Rabe ruft“ geht es um ein Mädchen, das ihrer wahren Liebe begegnet, auch wenn sie ihn zu Anfang gar nicht liebt.

Blue ist in ihrer Familie die einzige, die nicht Hellsehen oder ähnliches kann. Auch wenn ihre eine Tante immer solche Andeutungen macht, dass Blue ihre Kräfte verstärkt, oder so ähnlich.
Gansey ist ein reicher Erbe und vernarrt in die gallischen Mythen und Leitlinien und sucht mit Hilfe seiner Freunde einen Schatz, der mit beidem zu tun hat.

Eigentlich ein sehr schönes Buch die Story ist nur ein bisschen flach. Empfehlen würde ich es ab 10. (TH10)

Donnerstag, 19. September 2013

Frank M. Reifenberg: Schwesternlüge (Rotfuchs 2013)

Das Buch „Schwesternlüge“ von Frank M. Reifenberg erzählt, wie zwei Elternlose Schwestern ihren Vater finden.

Text-Inhalt: Nachdem Jana alt genug war, ist sie von ihrem Großvater abgehauen und nach Berlin geflüchtet. Nur mit ihrer Schwester hält sie Kontakt.
Mira versteht nicht, warum Jana dies getan hat.Ihr Großvater ist zwar etwas seltsam, aber doch ganz OK. Nach mehr als einem Jahr reist sie Jana allerdings hinterher, da diese niedergeschlagen wirkt. Dort muss sie allerdings erst mal ihr Bild von ihrer Schwester korrigieren und dann mit vielen Verschwörungen oder auch nur Verschwörungstheorien klarkommen, die teilweise sogar bis in die Polizei reichen. Als Jana dann allerdings aus dem Krankenhaus entführt wird, muss Mira einsehen, dass dahinter ein Mann steckt, der überall seine bösen Finger im Spiel hat...

Einschätzung: Das Buch hat mich positiv überrascht, insbesondere zum Ende hin. Außerdem hat es wiedermal bewiesen das kein so großer Unterschied zwischen Mädchen und Jungs besteht, da der Autor ja männlich ist und die Hauptfiguren weiblich.
Wegen der teilweise zwielichtigen Gegend von Berlin, in der dieses Buch spielt, empfehle ich es ab 12. (TH10)

Mittwoch, 18. September 2013

Antonia Michaelis: Der Märchenerzähler (Oetinger 2011)

Text-Inhalt: Anna stammt aus einer wohlhabenden Familie und hat ihr Abitur vor sich. Sie ist ein durchaus intelligentes Mädchen. Das genaue Gegenstück zu ihr ist Abel Tannatek. Als sie eines Tages, im Freizeitraum der Abiturienten eine kleine Puppe findet, sucht Anna ihren Besitzer. Natürlich nimmt Anna keiner ernst. Welcher, nicht zurückgebliebene Teenie vermisst schon eine Puppe? Anna bekommt keine Antwort. Doch nach der Pause steht dort Abel und meint, die Puppe gehöre ihm. Das wirft natürlich eine Menge Rätsel auf! Nach und nach findet sie interessante Sachen heraus. Zum Beispiel lernt sie Micha kennen. Abels kleine Halbschwester, um die er sich kümmert. Eingepackt in Märchen, erklärt er ihr auch die eigentlich realen Umstände. Die Bösen werden hier vom Jugendamt, welches hinter Micha her ist, und ihrem Erzeuger gespielt. Und wo ist die Mutter? Gefesselt von den Märchen, verdrängt Anna die Wahrheit. Die Wahrheit, dass Abel möglicherweise ein Mörder ist. Und diese Wahrheit sowie seine Beweggründe finden sich nur in seinen Märchen. Was passiert zwischen Anna und Abel? Und was wird aus Micha?


Es  ist ein melancholisches, auf der einen Seite, und auf der anderen Seite ein beeindruckendes Buch. Der Inhalt umfasst eine Liebesgeschichte, von der man glaubt, dass es sie gar nicht geben kann.  Das Buch beginnt mit einer verwirrenden Situation, bei der man schon den Schreibstil der Autorin erkennt. Sie lässt einen völlig im Dunkeln stehen und klärt uns erst am Ende des Buches auf. Ihr ganzes Buch kommt einem vor wie ein ellenlanges Gedicht. Alles wird neu erfunden, dies zeigt sie uns auf ihre ganz eigene Art und Weise.Dieses Buch wird Jugendlichen ab 16 Jahren vorgeschlagen und das ist meiner Meinung nach passend. Es ist ein kompliziertes und sehr trauriges Buch, aber es umfasst Themen, die uns alle bewegen. Dazu hier Beispiele: Abel muss sich um seine kleine Schwester kümmern, da die Mutter das ganze Buch über verschollen ist. Auch das Geld, das sie zum Überleben brauchen ist knapp, so fängt Abel mit dem Drogen dealen an und findet auch andere Wege, Geld einzutreiben. Nur leider sind diese nicht die schönsten Wege, was später zu psychischen Störungen führt. Ein auf jeden Fall mitreißendes Buch, interessant und unvergessbar! (CB9)

Dienstag, 17. September 2013

Alexandra Kui: Falsche Nähe ( cbt 2013)

1) Text-Inhalt: Noa ist 17 und wohnt alleine mit ihrer Schwester, Audrey, in einer schicken Wohnung in Hamburg. Früher ging es den beiden nicht so gut, da gab es dann schon mal nur Brot mit Senf zum Essen. Aber jetzt ist Audrey eine berühmte Kriminalautorin- so berühmt, dass sich manche schon gar nicht mehr für Noa sondern nur noch für ihre große Schwester interessieren. Die Eltern der beiden sind tot, gestorben bei einem Hausbrand als Noa noch ganz klein war. Noa findet ihre jetzige Situation ganz ok, bis ihre Schwester einen neuen Freund anschleppt: Arne ist viel älter und unerträglich, findet Noa. Doch als Audreys Idee für einen neuen Kriminalroman von ihrem Verlag abgelehnt wird und Noa aus Versehen ein Stück davon liest, merkt sie, dass etwas nicht stimmt: In den nicht veröffentlichten Kapiteln geschehen grausame Morde. Und kurze Zeit später geschehen diese auch in Echt.

Einschätzung: Dieser Roman ist spannend, packend, fesselnd und auch ein bisschen romantisch. Er ist wirklich sehr gut geschrieben und man erfährt bis zum Ende nicht, wer es denn sein könnte. Das ist eines der wenigen Bücher, wo es mich wirklich total überrascht hat und ich von selbst nicht darauf gekommen wäre. Die Handlung ist schön Abwechslungsreich und nicht übertrieben ausgeschmückt. Es hat mir gut gefallen, Daumen hoch für dieses Buch. Zu empfehlen für Mädchen (und Jungen) ab 14 Jahren. (JB12)

2) Die grundlegende Idee des Buches ist interessant, aber nicht neu: Das, was in einem Buch beschrieben wird, passiert danach auch in der Realität. Es geht um ein Familiendrama,Verfolgung und Mord,Besessene und Menschen uaf der Suche nach ihrer eigenen Identität. Der Ausgang ist bis zu den letzten Seiten unbekannt. Zwei Schwestern, auf sich allein gestellt, müssen sich in der Welt behaupten. Keine Verwandten, wenig Freunde. Soweit zu den Eckdaten der Geschichte.

Dennoch baute sich für mich nicht recht Spannung auf: es mag daran gelegen haben, dass mir die Welt, in der die zwei Schwestern leben, unrealitisch und auch bei einiger Überlegung widersprüchlich erscheint (die mondäne reiche Welt Hamburgs – viel Geld-Adel – und das soll die ältere der beiden allein durch Schriftstellerei in jungen Jahren erarbeitet haben?) Dann ist die Entwicklung der Personen nicht linear erzählt. Immer haben die beiden plötzlich eine Eingebung – besprechen diese mit niemandem und dennoch wissen sie sofort, was zu tun ist, was wahr und was gespielt. Am Ende kommen die Ratschläge von zwei 17-jährigen Jugendlichen, die dann praktisch statt der Polizei die Fälle aufklären.   Natürlich fehlt auch die Entführungsgeschichte der Hauptheldin nicht,  daraus kann sie sich aber quasi selbst befreien. Am meisten hat mich gestört, dass die Ortsbschreibungen, und damit auch der Ablauf der Ereignisse, so knapp neben der Wirklichkeit liegen: Vieles passiert in Norddeutschlnad auf der Insel Sande, in der Nähe des Ortes Leer. Es geht u.a. um Loog- und Billdorf und ein majestätisches, elegantes und teures Kurhaus spielt eine Rolle. Nun gut – ich kenne die Insel Juist in- und auswendig. Aber was hätte es der Geschichte geschadet, wenn sie gleich da gespielt hätte? In Hamburg wird doch auch alles genau beschrieben. Diese knappe Abweichung von den tatsächlichen Gegebenheiten empfinde ich als ein Nicht-Ernstnehmen des Lesers.

Die Geschichte besteht aus zwei Textsorten. Die eine sind Briefe an den Leser,die andere ist die tatsächlich ablaufende Geschichte, die recht anspruchslos im Präsens erzählt wird. In den Briefen an den Leser werden auch im Nachhinein nicht nachzuvollziehende Bemerkungen aneinandergereiht – die nicht wirklich einen Spannungsbogen aufbauen. Und die tatsächlich ablaufenden Ereignisse stapeln sich und führen eben auch nicht recht zum Kern der Ereignisse. Nein, dieses Buch hat mich eher gelangweilt. Ich würde es nicht weiter empfehlen. (UP13)

Stichwörter: Hamburg, Juist, Mallorca, Schriftstellerei, Schwestern, Trauma, Thriller.

Mirjam Pressler: Wer morgens lacht (Beltz & Gelberg 2013)


1) „Wer morgens lacht“ von Mirjam Pressler - Ein Buch über Erinnerungen und Geschwister.

Text-Inhalt: Anne ist abgehauen vor den Erinnerungen an ihre spurlos verschwundene Schwester, Marie. Marie war immer diejenige der Schwestern, die wusste was sie wollte und sich nicht von den Eltern beindrucken ließ. Ohne sie weiß Anne nicht so recht damit umzugehen.
Als Anne  dann endlich studieren darf um so nicht ständig daran erinnert zu werden, will sie möglichst weit weg ziehen, aber dazu reicht das Geld nicht. Deshalb studiert sie dann in Frankfurt am Main, was leider nicht weitgenug von München weg ist, um ihre Erinnerungen weiter zu unterdrücken, sodass sie sich ihnen nun in jeglicher Weise stellen muss.

Einschätzung: Ein gutes Buch, das Beste war eindeutig der philosophische Einstieg der einzelnen Kapitel. Gut fand ich auch die Lieder, die Anne auf dem MP3-Player ihrer Schwester gefunden hat, da ich kurz vorher erst auf einem Konzert war, wo eines der beiden gespielt wurde. Empfehlen würde ich es ab 8 Jahren (TH10)

2) Durch dieses Buch erfahren der Leser, wie hilfreich das Wohnen in einer WG sein kann, wenn man sich der Aufgabe stellt, die eigene Vergangenheit zu bewältigen. Anna hat Glück, ihre Mitbewohner sind so sehr an ihr interessiert, dass sie sie nahezu zwingen, ihnen alles zu erzählen, sie mitzunehmen, ihnen beizubringen, was sie weiß. Durch ihre Mitbewohner lernt Anna, was es heißt, einfach Spaß zu haben und Zeit miteinander nett zu genießen, gemeinsam zu kochen und was man halt so Normales in einer WG macht. Das bewahrt sie vor Isolation und Trübsinn, denn eigentlich geht es in dem Buch um etwas ganz anderes. Da gibt es die Oma, die Pilze und vor allem natürlich die große Schwester Marie. Anna will alles aufschreiben. In immer neuen Varianten und aus immer anderen Perspektiven erfahren wir stückchenweise, was eigentlich passiert ist. Und wie schwierig es ist, man selbst zu werden. 

Mir hat in dem Buch besonders gefallen, wie genau und einfühlsam das Gefühlsleben eines 15-jährigen Mädchens beschrieben wird. Der schmale Grad zwischen Rückzug und dem Willen zu handeln ist nicht leicht zu formulieren.  Das ist der Autorin aus meiner Sicht sehr gut nachvollziehbar gelungen. Auch was sie über den Gebrauch der Sprache sagt, über Erinnerung, über Geschichtenerzählen, Fragen und Antworten an das Leben – das alles hat mich angesprochen, weil ich mich genau damit auch mit 15 Jahren ständig rumgeschlagen habe. Wie man eine Chance hat, der eigenen Kindheit zu entkommen, das kann man in diesem Buch lesen. 

Einen kleinen Abzug würde ich geben, weil mir nicht klar geworden ist, warum manche Textteile kursiv gedruckt worden sind – aber das ist vielleicht nicht dem Buch zur Last zu legen.Für Leserinnen ab 15 Jahren 
(UP13)


3) Text-Inhalt: Anne wird seit jeher von ihrer Schwester "geplagt". Als Jugendliche schon hat es begonnen: Ihre Schwester Marie – sie konnte sich durchsetzen, machte was sie wollte, hatte einen eigenen Willen, war das Lieblingskind. Anne? Schüchtern, gehorsam, willenlos. Obwohl, eins wäre da. Die Biologie, vor allem Pilze, interessierten sie schon immer. Das ist auch der Grund, weswegen sie von München nach Frankfurt zieht – um dort, soweit weg wie möglich von zu Hause, zu studieren. Doch die Erinnerungen holen sie ein. Sie will alles aufschreiben, unm endgültig damit abzuschließen. Und eins ist da ja auch noch: als Marie fünfzehn war (mittlerweile ja schon neun Jahre her) war sie abgehauen. Spurlos verschwunden. Seit jenem Tag wird sie als vermisst gemeldet. Doch kann man hier wirklich von vermisst reden?  

Einschätzung: Ich finde dieses Buch nur langweilig. Die Geschichte war für mich einfach uninteressant. Gerade, als  sie auch oft von ihrer Oma erzählt hat, fragte ich mich, wann dies endlich zu Ende sei. Denn Manches, so ging es mir, konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen. Und für mich ist klar, die zwei Schwestern hätten sich einfach nur ausreden brauchen und schon wäre es für mich damit gut gewesen. Empfehlen kann ich es absolut nicht. (CB9)




Stichwörter: Kindheit, Familiendrama, Vertriebene, München, Mädchen, Wohngemeinschaft, Studium, Pilze, Biologie

Montag, 16. September 2013

Bibi Dumon Tak: Latino King (bloomoon 2013)

Text-Inhalt: Gefängnis, Deals, Drogen - Das Buch „Latino King“ von Bibi Dumon Tak,  nach einer wahren Geschichte.

Castel ist ein Drogendealer in Amsterdam und irgendwo auch ein Muttersöhnchen. Mit der Zeit steigt er allerdings unter den Drogendealern auf, irgendwann wird er mit in Dominikanische Republik genommen um Drogen nach Europa zu schmuggeln. Beim zweiten Mal dort wird er allerdings geschnappt und ins Gefängnis gesperrt. Dort herrscht ein harter Gefängnisdirektor, außer in einem Gebiet des Gefängnisses, wo die Gangs herrschen. Dank einem Tatoo, welches Castel sich für seine Mutter auf den Arm hat machen lassen, wird er sogar akzeptiert. Denn dieses Tatoo zeigt eine Krone, das Symbole einer der beiden stärksten Gangs, den Kings.
Weiterhin kommt ihn seine Mutter sehr oft besuchen und bringt immer große Tüten mit Obst mit.
Insgesamt könnte man indem Gefängnis also leben, wenn nur Toiletten und Duschen sauberer und das Essen essbarer wäre. Aber keiner der Anwählte die er bekommt können ihn raushauen...

Einschätzung: Eine traurige, aber wenn man genauer darüber nachdenkt auch gerechte Geschichte, die ich gerade deshalb ab 12 empfehle. (TH10)

Sonntag, 15. September 2013

Michael Northrop: Schieflage (Loewe 2013)

Der Krimi „Schieflage“ von Michael Northrop, erzählt von einem  Mord in der Schule.

Text-Inhalt: Mike ist eigentlich ein sehr intelligenter Schüler, jedoch sehr faul, sodass er sich von der besten Klasse seines Jahrgangs zur schlechtesten hat runterstufen lassen. Er langweilt sich  stark im Unterricht,  muss allerdings auch nicht aufpassen um mit zu kommen. Doch dann verschwindet einer seiner besten Freunde und Mike glaubt nicht, dass dies daher kommt, dass ein anderer aus seiner Clique mit dem Schwarm dieses Jungen geschlafen hat. Außerdem verhält sich sein Englischlehrer irgendwie seltsam.
Aber vielleicht ist doch alles ganz anders, als Mike denkt.

Einschätzung: Ein eigentlich ziemlich gutes Buch, was auch genug Spannung bereit hält. Allein deswegen ist es ab 12 Jahren zu empfehlen. Und wegen der Umgebung und auch der Lustlosigkeit, die man zwar nicht nur als Schüler so verspürt, doch eher für Schüler zu empfehlen. (TH10)