Freitag, 24. Februar 2012

April Henry: Lauf, wenn es dunkel wird (Planet Girl 2012)

Erst dachte ich, nein, so ein Entführungsbuch willst du nicht lesen. Nur mal reingucken. Aber nach den ersten drei Seiten wollt ich dann doch wissen, was passiert und was denn nun wird. Es geht um ein 16jähriges Mädchen, Cheyenne, die ein ungewöhnliches Leben führt und dann auch noch entführt wird.
Natürlich wird das Buch immer spannender und auch beklemmender, weil die Erwachsenen in dem Buch es nie gut meinen mit den Jugendlichen und auch nicht mit Tieren. Ich konnte es aber deshalb gut lesen, weil der eigentliche Entführer direkt auch sympathische Züge hat und ich die Gedanken der beiden Hauptpersonen
erfuhr. Ihre Verhaltensweise wird durch die Biografie, die mit den Gedanken beschrieben wird, jeweils nachvollziehbar und verständlich.
Was mich ab und zu gestört hat, war, dass Erklärungen z.B. zu Krankheiten, sehr sachlich und wie im Lexikon klangen. Das passt nicht richtig zum sonstigen lockeren Stil der Erzählung. Und das Mädchen könnte vielleicht auch aus einer weniger bekannten Familie stammen ....ein bisschen dick aufgetragen, fand ich. Insgeamt aber ist die Gegenüberstellung einer "heilen Welt" mit einer Welt im Abseits sehr gelungen, ich denke es ist geeignet für Jungen und Mädchen ab 12 Jahre. (UP13)

Stichworte: Thriller, Behinderung, Blindsein, Sozialer Brennpunkt, Kriminalität, Kriminelle, Amerika

Dienstag, 21. Februar 2012

Astrid Nagel: Der geheimnisvolle Adventskalender (Fischer 2002)

Dieses Buch handelt von einem Jungendlichen, Nico, dem das Weihnachtsfest total auf die Nerven geht und der nichts damit am Hut haben will. Aber er musste ja immer wieder von seiner kleinen Schwester Lisa und seinen Eltern darauf hingewiesen werden.
Eines Tages gab es Streit wegen Lisa, die Nico mal wieder mit dem ganzen Weihnachtszeug vollgetextet hatte, sodass er ihr einfach ohne nachzudenken ins Gesicht sagte, dass es KEINEN WEIHNACHTSMANN GIBT! So fing Lisa abrupt an zu weinen, deshalb musste sich Nico zur Strafe zum Einkaufsladen losmachen, um Lisa einen Weihnachtskalender zu kaufen. Eigentlich war er ja mit seinem besten Freund zu einer Schneeballschlacht verabredet, aber daraus wurde jetzt wohl nichts mehr. Oder doch? Als er später vor dem Einkaufsladen stand, fuhren schon die Gitter nach unten. Nico klopfte und rief, dass sie wieder aufmachen sollten, aber nichts rührte sich. Er schreckte auf, als er mit gesenktem Blick gegen jemanden lief. Vor ihm stand ein dicker Weihnachtsmann und guckte ihn komisch an. Er fragte was los ist und warum Nico so traurig ist. Nico antwortete, dass er traurig sei, weil er keinen Adventskalender für seine kleine Schwester habe und die Läden schon geschlossen haben! Als Nico weggehen wollte, hielt ihm der Mann einen bunten Kalender entgegen und einen pechschwarzen, den Nico gegen seinen Willen dann doch annahm. Als er sich dann bedanken wollte, war der Mann weg. Am nächsten Morgen dachte Nico an den schwarzen Kalender, den er den Abend noch in den Papierkorb gepfeffert hatte, er guckte ihn an und es hatte sich was getan, denn ein roter Faden hing jetzt an dem ersten Türchen. Nico öffnete es und entdeckte ein Bild mit einer Sanduhr darauf. Nico war deshalb ziemlich angenervt, dass nicht einmal ein Stückchen Schokolade dahinter steckte. Doch auf einmal kam Nebel, der umschlang ihn und zog ihn wie ein Sog mit sich. ... Er  befindet sich in einem Land, in dem alles was mit Weihachten zu tun hat, verboten ist. Nico begegnet Sali, einem Mädchen aus Adventa. Können sie Adventa retten?
Ein schönes Buch zur Vorweihnachtszeit, wenn man auf lustige, geheimnisvolle und spannende Abenteuer steht. Meiner Meinung nach ist dieses Buch sehr interessant und man gerät etwas in Weihnachtsstimmung. Vom Verständlichen her ist es für ungefähr zehn – dreizehn Jahren geeignet. Der Buchdeckel bzw. das Bild ist zu dem Inhalt überhaupt nicht passend, denn der Buchdeckel ist kitschig gestaltet und passt gar nicht zum Inhalt. Ich würde dieses Buch weiterempfehlen und am besten sollte man das Buch ab dem 30.11. beginnen und wirklich nur eineTagesgeschichte lesen, sodass die Spannung immer auf ein neues Abenteuer erhalten bleibt.                                                                            
VIEL SPAß BEIM LESEN !!! (NB7)

Astrid Nagel: Das magische Tagebuch (Fischer 2003)

Dieses Buch handelt von einem Jungen (Nico) und seiner kleine Schwester Lisa, die in ihrem Urlaub ihren Hund verlieren.
Zum Beginn der Sommerferien begann die Urlaubsreise in die Berge, was Nico überhaubt nicht passte. Nico stellte sich vor, wie jetzt andere am Strand liegen und Spaß hätten. Er war auch angenervt  von dem Neuzugang in der Familie: ein Hund, der nicht einmal für Nico ein Hund war, eher eine Katze und dann noch dieser Name, Flöckchen.
Als sie dann in dem Dorf, das Unterwaldhausen hieß, ankamen, war die Hoffnung ganz verschwunden. Denn es war ein richtiges ödes Kaff und auch das Hotel war nicht sehr einladend. Nico musste in einer Kammer schlafen, was ihn aber sehr freute, denn er musste nicht mehr bei seiner Schwester schlafen . Später schaute er sich um und stöberte in einem unverschlossenen Raum herum. Da sah es aus, als ob seit Jahren keiner mehr aufgeräumt hätte und dunkel war es dazu auch noch. So kroch er auf dem Boden rum, mit der Hoffnung etwas Sensationelles zu finden und Tatsache:  Nico entdeckte ein Buch, ganz in schwarz und fest  verschlossen. Nach einiger Zeit fand er auch den Schlüssel. Er blätterte in dem Buch umher, aber sah nur leere Seiten. Doch da war eine Karte und darauf war Unterwaldhausen abgebildet, nur viel komischer, denn die ganzen Sehenwürdigkeiten hatten andere Namen. Nico machte sich im Dorf auf die Suche nach einem Kaffeefleck, der auf der Karte zu sehen war. Aber es war kein Kaffeefleck sondern irgendetwas anderes.
Und so beginnt das Abenteuer mit Nico und seiner Schwester, die er plötzlich brauchte, weil sie viel kreativer war als er. Und dann verschwindet Flöckchen plötzlich in einen Baum, der sich wie von Zauberhand öffnet und wieder schließt. Nun müssen beide wohl hinterher...
Ich selbst finde das das Buch sehr gut vom Inhalt gestaltet ist und auch sonst für das entsprechende Alter( 10-13) vom Verständlichem her gut geeignet ist. Wer auf spannende und lustige Abenteuer  steht, würde ich das Buch weiterempfehlen. Nicht so gut passend finde ich den Titel und den Buchdeckel bzw. das Bild, denn der Buchdeckel und der Titel sind sehr albern gestaltet und der Inhalt des Buches nicht!
ALSO VIEL SPAß BEIM LESEN !!! (NB7)

Sonntag, 12. Februar 2012

Rachel Ward: Numbers – Den Tod vor Augen (Chicken House)

Mit ihrem Debüt Roman „Numbers – Den Tod im Blick“ landete Rachel Ward sofort auf vielen Nominierungslisten, u. a. für den Deutschen Jungend Literaturpreis. „Numbers – Den Tod vor Augen“ ist deshalb ein – meiner Meinung nach – grandioser zweiter Teil, außerdem  ist es fast noch besser als der erste Band.
Die Handlung des zweiten Bands spielt im Jahr 2027 und wird aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt. Da wäre zum einen Adam. Er ist Jem und Spinnes Sohn und hat von seiner Mutter die Fähigkeit geerbt das Todesdatum anderer Menschen zu sehen, wenn er ihnen in die Augen schaut. Am Anfang der Geschichte lebt er in Weston-super-Mare. Aber er und seine Urgroßmutter Val müssen den Ort gleich am Anfang des Buches verlassen da die Straßen überschwemmt sind und alle Einwohner evakuiert werden. Sie ziehen nach London wo Val noch ihre alte Wohnung hat und wo die eigentliche Geschichte spielt.
Die anderen Kapitel werden von Sarah erzählt. Sarah kommt, im Gegensatz zu den meisten anderen wichtigen Charakteren, aus dem reicheren Teil der Bevölkerung. Aber obwohl sie sich um Geld nicht kümmern muss hat sie ernste Probleme. Was nach außen hin so perfekt scheint ist doch nicht so makellos – mehr kann ich nicht verraten.
Die beiden begegnen sich am ersten Schultag. Adam rempelt sie an, weil er geschubst wird, doch als er sich bei ihr entschuldigen will und sich ihre Blicke kurz treffen ist er gebannt von ihrer Zahl, oder besser gesagt von ihrer Art zu sterben, so leicht und friedlich und voller Liebe. Sarah ihrerseits ist aber mehr geschockt als irgendetwas anderes. Sie versucht zu flüchten, was im Sicherheitsstaat – denn dazu ist England geworden – (fast) unmöglich ist. Adam versteht nicht warum, doch wenigsten diese Frage klärt sich im Lauf der Geschichte auf. Nach diesem Vorfall kann Adam an fast nichts anderes mehr denken, dabei hat er wirklich andere Probleme: Ungefähr die Hälfte aller Londoner haben identische Zahlen. Etwas großes Grausames wird passieren und Millionen werden sterben. Adam setzt alles daran die Menschen zu warnen. Doch wer glaubt schon einem sechzehnjährigen der behauptet das Todesdatum anderer Menschen sehen zu können und der so was wie die Apokalypse vorhersagt? Adam muss schnell handeln denn der Tag rückt immer näher. Wird er es schaffen? Wird er die Menschen überzeugen können zu fliehen? Oder wird er es aufhalten können was auch immer es ist?
01.01.2028

Ich finde das Buch wirklich unglaublich gut. Es ist spannend und mitreißend, man fühlt richtig mit Adam und Sahra. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Natürlich würde ich es auf jeden Fall weiterempfehlen.
ABER: Nichts für schwache Nerven ;) (LSN7)
Ab 13/14 Jahren

Stichwörter: Apokalypse, Übernatürliches, Tod, Vertrauen, Future-Fiction

Jennifer Lynn Barnes: Tattoo (Berlin Verlag Bloomsbury, 2009)

Bailey und ihre besten Freundinnen Annabelle, Delia und Zo haben eigentlich nur ein Problem: Was anziehen zum Abschlussball? Als die Freundinnen auf der Mall von einer blauäugigen Kioskverkäuferin angesprochen werden und dann von ihr verschiedene Accessoires angedreht bekommen, wissen sie noch nicht, wie viel doch ein paar Kurzzeit-Tattoos verändern können. Diese hatte Bailey gekauft. Eigentlich hatten die vier Mädels die Tattoos nur als coole Ergänzung für den Ball gesehen, hatten geglaubt, damit könnten sie alle Blicke auf sich ziehen. Aber an den Ball ist auf einmal nicht mehr zu denken: Die Tattoos hatten eine ungeplante Wirkung auf Bailey und ihre Freundinnen. Bailey hört Stimmen und wenn sie denen glaubt - und sich nicht für verrückt erklärt – gibt es irgendwo eine dunkle Macht, die es auf das Leben von Baileys Mitschülern abgesehen hat. Werden Bailey, Zo, Annabelle und Delia hinter das Geheimnis der Tattoos lüften und den Ball retten können?

Ich finde das Buch spannend und gut geschrieben. Es ist abwechslungsreich, spannend, aber auch ziemlich lustig. Empfehlen würde ich es Lesern ab 10/11 Jahren. (LSN7)

Stichwörter: Freundschaft, Übernatürliches, Tattoos, Gut-Böse

Liz Pichon: Tom Gates - Wo ich bin ist Chaos (Schneider 2011)

Ich habe dieses Buch gelesen, da ich gerne Comic- Romane lese. Das Buch schrieb Liz Pichon und es handelt von Tom Gates, der in ein Mädchen namens Amy verliebt ist. Außerdem nerven ihn seine Schwester Delia und sein Lehrer Mr. Fullermann. Tom erzählt in Comicform über sein schweres Leben als Rockstar und Schüler.
Das Buch ist mit vielen Bildern Illustriert und ich empfehle das Buch für Schüler ab der 4. Klasse. (EB6)

Celia Rees: Der Narr und das Mädchen (Bloomsbury Verlag 2010)

Das Buch „Der Narr und das Mädchen“ von Celia Rees ist ein historischer Roman. Es spielt in London zur Zeit William Shakespeares. In dem Buch geht es um die illyrische Herzogstochter Violetta, die zusammen mit ihrem Narren Feste aus ihrem Land fliehen muss, als es von Piraten überfallen wird. Die beiden fliehen nach London, wo der Schriftsteller William Shakespeare auf sie aufmerksam wird. Doch Violetta und Feste sind noch aus einem anderen Grund hier: Aus ihrem Heimatland wurde von dem verräterischen Priester Malvolio eine wertvolle Reliquie entwendet. Nur mit diesem wertvollen Schatz kann Violetta als rechtmäßige Herrscherin nach Illyrien zurückkommen. Dann kommt auch noch Violettas Jugendliebe Stephano ins Spiel, denn er ist ebenfalls in London auf der Suche. Doch ob die beiden je wieder zusammenkommen, steht noch auf Messers Schneide. William Shakespeare indessen möchte gerne aus dem Stoff von Violettas Leben ein Theaterstück schreiben. Er bekommt den Stoff ihres Lebens aber nur, wenn er sich auf ein gefährliches Doppelspiel einlässt, dass unter Umständen auch sein Leben in Gefahr bringen könnte...

Ich fand das Buch einigermaßen spannend, doch zum Ende hin wurde es etwas langweilig. Manchmal musste ich mich auch zum Weiterlesen zwingen, doch am Ende hat es sich dann immer doch gelohnt. Gut ist, man kann sehr viel über die Zeit dort lernen und auch über den bekannten Dichter und Schriftsteller Shakespeare. Das Buch ist auch relativ schön geschrieben, und einige Personen sind auch sehr sympathisch. Ich würde das Buch trotz allem noch weiterempfehlen, für Leute ab etwa 10 Jahren. (AW8)

Stichworte: London, Shakespeare, Theaterstücke, Illyrien, Liebesgeschichten