Freitag, 24. Februar 2012

April Henry: Lauf, wenn es dunkel wird (Planet Girl 2012)

1) Das Buch „Lauf, wenn es dunkel wird“ ist ein Thriller.
Alles beginnt damit, dass der junge Griffin ein Auto stiehlt, weil der Schlüssel steckt. Doch er hatte nicht damit gerechnet, dass noch jemand in dem Wagen ist. Die 16-jährige Cheyenne. Doch diese ist blind. Trotzdem kann Griffin sie nicht einfach gehen lassen, was auch sein äußerst strenger Vater Roy nicht erlaubt. Denn Cheyenne ist ungeheuer wertvoll. Ihr Vater ist ein reicher Unternehmer, von dem Roy unbedingt viel Lösegeld erpressen möchte. Doch Griffin hat ein wirklich ungutes Gefühl bei der ganzen Sache, vor allem, weil er sich mit der Zeit ein wenig mit Cheyenne anfreundet. Doch Cheyenne hat ihre eigenen Pläne. Eine Flucht scheint zwar abwegig, aber nicht unmöglich. Also bereitet Cheyenne einen Plan vor. Doch sie muss durch die Dunkelheit. Und durch eisige Kälte.

Ich fand das Buch sehr schön. Es ist sehr kurz und deshalb auch schnell durchzulesen. Außerdem ist es schön und kurzweilig geschrieben. Sehr schön finde ich, dass man durch dieses Buch auch gute Eindrücke über das Blindsein bekommt. Auch die Personen in dem Buch sind sympathisch, in einige kann man sich auch gut hineinversetzen. Ich kann „Lauf, wenn es dunkel wird“ nur weiterempfehlen. (AW8)

2) Erst dachte ich, nein, so ein Entführungsbuch willst du nicht lesen. Nur mal reingucken. Aber nach den ersten drei Seiten wollt ich dann doch wissen, was passiert und was denn nun wird. Es geht um ein 16jähriges Mädchen, Cheyenne, die ein ungewöhnliches Leben führt und dann auch noch entführt wird.
Natürlich wird das Buch immer spannender und auch beklemmender, weil die Erwachsenen in dem Buch es nie gut meinen mit den Jugendlichen und auch nicht mit Tieren. Ich konnte es aber deshalb gut lesen, weil der eigentliche Entführer direkt auch sympathische Züge hat und ich die Gedanken der beiden Hauptpersonen erfuhr. Ihre Verhaltensweise wird durch die Biografie, die mit den Gedanken beschrieben wird, jeweils nachvollziehbar und verständlich.
Was mich ab und zu gestört hat, war, dass Erklärungen z.B. zu Krankheiten, sehr sachlich und wie im Lexikon klangen. Das passt nicht richtig zum sonstigen lockeren Stil der Erzählung. Und das Mädchen könnte vielleicht auch aus einer weniger bekannten Familie stammen ....ein bisschen dick aufgetragen, fand ich. Insgeamt aber ist die Gegenüberstellung einer "heilen Welt" mit einer Welt im Abseits sehr gelungen, ich denke es ist geeignet für Jungen und Mädchen ab 12 Jahre. (UP13)

3) Cheyenne, die Tochter eines reichen Unternehmers, wird auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums entführt. Ihr Entführer hat sie nicht bemerkt. Doch er kann sie nicht einfach laufen lassen. Er bringt sie zu sich, wo sie verzweifelt versucht zu entkommen, doch all ihre Pläne kann sie nicht durchsetzen oder sie werden sofort vereitelt. Sie bezweifelt nicht einen Moment lang, dass ihre Entführer sie töten werden. Cheyenne muss ohne Hilfe durch die unbekannte Dunkelheit um sich herum, denn sie ist blind!

Dieses Buch ist gut geschrieben. Es ist nicht nur interessant und spannend, sondern zeigt auch auch, wie schwer einige der einfachsten Dinge für Blinde sind. Durch die wechselnden Perspektiven erfährt man auch einiges über die Entführer. (IP8)

12-15 Jahre

Stichworte: Thriller, Behinderung, Blindsein, Sozialer Brennpunkt, Kriminalität, Kriminelle, Amerika