1) Ich finde das Buch sehr schön. Es ist nur ungewohnt, da es in Indien spielt und der Alltag dort anders ist, als bei uns. Es spielt auch in einer anderen Zeit.
Es geht um ein Mädchen, welches in einem reichen Haus lebt. Ihr Vater ist im Krieg, kommt aber dann zurück. Rosalinds Freundin Isha lebt bei ihr im Haus, weil Ishas Mutter dort Hausangestellte ist. Rosalind hatte auch einen Bruder, mit ihm ist aber etwas passiert. Der Vater möchte, dass Rosalind nach England zieht, aber sie und ihre Mutter möchten das nicht. Es gibt Konflikte...
2) Die Themaitik ist ungewöhnlich: Es geht um Indien im Jahre 1919, die Ereignisse berühren die wachsende Unabhängigkeit Indiens gegenüber England, Mahatma Gandhi speilt eine zunemhende Rolle in der Zeit.
Rosalind ist die Hauptperson der Geschichte, in ihrer Familie hat es tragische Ereignisse gegeben, sie selbst interessiert sich mehr für das indische Leben als für das für sie vorgesehene Leben in der englischen Kolonie. Schließlich soll sie ihre Ausbildung in England fortsetzen. Aber Indien lässt sie nicht los ...
Eigentlich erzählt das Buch zwei Geschichten, einmal die Geschichte Indiens, und dann die persönliche Geschichte Rosalinds. Es gibt merkwürdige, tragische und auch witzige Begebenheiten. Der Leser ist geapnnt auf den Ausgang des Konflikts zwischen Rosy und ihrer Familie.
Trotzdem ist das Buch nicht so flüssig zu lesen, wie es die Geschichte verlangt. Der Stil ist irgendwie uneinheitlich, mal ist er modern, mal ziemlich hausbacken. Es ist, als ob sich die Übersetzer oder Autoren nicht richtig entscheiden konnten zwischen jugendlich modernem Jargon vonheute und einem Stil, der die Zeit um 1900 repräsentieren soll. Das hat mich gestört. Außerdem sind die Gefühle des Mädchens zu oberflächlich dargestellt, finde ich. Aber wenn man wissen will, welchen Stellenwert Freiheit hat und wissen möchte, wer Gandhi war, dann kann man darüber etwas in diesem Buch erfahren. (UP13)
Stichwort: Indien, Freiheit, Kolonialzeit, 1920